Idyllisch auf Außenstehende wirkte das Bild des Universitätssportplatzes beim USC-Werfertag am 1. Mai. Der Anblick farbiger Zeltdächer unter wolkenlosen blauen Himmel ließ einen entspannten Tag im Grünen vermuten. Doch der Eindruck trog. Fast 500 Leichtathleten aus 31 Vereinen kämpften um gute Platzierungen und persönliche Bestleistungen. 1108 Startmeldungen bedeuten neuen Rekord für den USC. Die hervorragenden Wurfanlagen waren vor allem für Werfer aus Leverkusen, Dortmund und Wattenscheid interessant. Vom USC Bochum überraschte Michele Romano als Sieger der Männer im Kugelstoßen mit 14,39 m. Auf der Laufbahn überzeugten überwiegend die Frauen mit sehr guten Zeiten. Ein packendes Finish lieferten sich über 200 m Malin Bornemann vom TV Wattenscheid und Carina Keilmann vom USC, das mit 25,02 s zu 25,20 s für die noch Jugendliche Malin ausfiel. Carina gab ihr Debut über 400 m mit ausgezeichneten 56, 83 s. Das beste Laufergebnis erbrachte Verena Vorspohl über 3000 m. Mit 10:11,47 Minuten steht sie auf Platz 1 in Westfalen, auf Rang 7 in Deutschland. In hervorragender Verfassung befindet sich der 37-jähige Jan Busse, der 400 m mit 52,11 s gewann. Unter den vielen Jugendlichen und Kindern gab es herausragende Ergebnisse. Zwei Beispiele: Die 11-jährige Noemi Matip vom VfL Bochum sprang 4,52 m weit und erzielte über 50 m 7,47 s. Im 75-m-Lauf belegten drei 13-jährige Mädchen des USC die Plätze 1 bis 3. Marie Franz 1. mit 10,34 s, Platz 3 in Westf., Marlene Funke 2. mit 10,59 s, Lina Minzlaff 3. mit 10,77 s. Die Zuschauer dürften den Eindruck einer perfekten Veranstaltung erhalten haben, in der alles nach Plan verlief. 81 Kampfrichter und Helfer trugen hierzu unter der Regie des Organisators Christian Osenberg bei. Der Vorstand mit Annette und Michael Berkey, Jürgen Kroniger, Ulrich Schilling, Stefanie Basner und auch Alexander Apfeld mit den beiden Brüdern Lennart und Bjarne Basner war entscheidend an diesem Erfolg beteiligt.

Malin Bornemann und Carina Keilmann

Michele Romano

Verena Vorspohl

Jan Busse
Da beim vom SV Langendreer ausgerichteten Volkslauf den Altersklassen entsprechende Streckenlängen von 350 m bis 10 km ausgeschrieben sind, werden alle, wie es im Sinn eines Volkslaufs ist, von den Kleinsten bis zu den Senioren zur Teilnahme angeregt, so auch ganze Familien. Vom USC war z. B. Übungsleiter Robert Frielinghaus mit seiner Frau und den beiden kleinen Töchtern aktiv beteiligt
. Robert absolvierte 10 km mit 37:49 Minuten als Schnellster der Männerklasse. Seine Frau Kathrin gewann den 10-km-Lauf der Altersklasse W40, die 5‑jährige Ronja den Bambinilauf über 350 m in 2:04 Minuten. Ihre Schwester Merle, 7 Jahre, wurde Dritte mit 1:27 Minuten. Sogar der 3‑jährige Lars Aguilar Tüselmann absolvierte den Bambinilauf als Erster in 3:52 Minuten mit über zwei Minuten Vorsprung. Es war äußerst interessant, viele kleine Kinder zu beobachten, die ihren Lauf mit großem Eifer absolvierten. Einige waren mit einem zu hohen Tempo gestartet und mussten auf dem zweiten Teil der Strecke den unerwarteten Tribut zahlen. Sie hatten ihre ersten Erfahrungen gesammelt und wurden hoffentlich für zukünftige Läufe nicht entmutigt. Für die Teilnehmer des USC gab es einige Siege und viele gute Platzierungen:
1. Liselotte Bastek, W11, 1 km, 3:50 Minuten; 1. Kadri Tahiri, M55, 5 km Jedermann, 21:08 Min.; 1. Peter Mäder, M70, 10 km, 48:57 Min.; 2. Carla Hoff, W10, 1 km, 4:34 Min.; 2. Marlene Funke, W13, 1,5 km, 5:55 Min.; 2. Fritz Wenners, M10, 1 km, 4:08 Min.; 3. Anni Rast, W11, 1 km, 4:23 Min.; 3. Carla Schöbel, W10, 1 km, 4:36 Min.; 3. Lena Gobec, W13, 1,5 km, 6:09 Min.; 3. Henning Wenners, M10, 1 km, 4:30 Min.; Greta Bastek, W9, 1 km, 4:29 Min.
Bei den Westfälischen Langstreckenmeisterschaften in Arnsberg gewannen die Läufer*innen des USC Bochum zwei Titel im 10 000-m-Lauf. Kathrin Schulze siegte in der Altersklasse W30 mit 40:19,20 Minuten. Der seit diesem Jahr der Altersklasse M70 angehörende Peter Mäder passierte das Ziel nach 47:44,98 Minuten als Erster seiner Altersklasse. Kadri Tahiri belegte in der AK M55 mit 43:19 Minuten den vierten Platz.
Die Teilnahme am Internationalen Korschenbroicher Citylauf hatte sich für drei Läufer*innen des USC Bochum gelohnt. Im Feld im von international hochklassigen Teilnehmern konnten sich die Bochumer gut platzieren. Elias Kroll war im stark besetzten 10-km-Elitelauf mit 32:04 Minuten schnellster Deutscher, Felix Graeve folgte als Vierter mit 33:37 Minuten. Verena Vorspohl hatte sich für 5 km entschieden und belegte mit der persönlichen Bestzeit von 17:28 Minuten in dem international sehr starken Feld den sechsten Platz. Sie war damit drittbeste Deutsche. Alle drei wurden aufgrund ihrer hervorragenden Platzierungen zum Citylauf 2027 eingeladen. Als sehr motivierend empfanden die drei Bochumer die Anteilnahme der Bevölkerung, die für eine entlang der Strecke passende Stimmung sorgte.

Elias Kroll und Felix Graeve

Verena Vorspohl
Optimal vorbereitet nahmen Läuferinnen und Läufer des USC-Laufteams an Halbmarathonläufen in Venlo (Niederlande) und Berlin teil. So überrascht es nicht, dass sie sich zum Teil wesentlich verbesserten und sie alle persönliche Bestzeiten erzielten. Es gelang Elias Kroll, erstmals die 1:10 Stunde-Marke zu unterbieten und mit 1:08:55 Stunden einen neuen Vereinsrekord aufzustellen, der bisher von dem Deutschen Meister 2012 Jan Simon Hamann mit 1:09:12 Stunden gehalten wurde. Die beiden weiteren USC-Teilnehmer Stanislav Katanneck und Julian Sauer liefen nach 1:31:04 bzw. 1:35:00 Stunden durchs Ziel. Die Berliner Marathonstrecke ist als eine der schnellsten in der Welt bekannt. So gelang es Felix Graeve und Kathrin Schulze trotz schlechter Witterungsbedingungen hervorragende Zeiten zu erzielen. Die der Altersklasse W 30 angehörende Kathrin Schulze unterbot 1:30 Stunden und erzielte 1:28:31 Stunden. Für Felix Graeve wurden 1:13:16 Stunden gestoppt.
Eine Anmerkung: Amanal Petros lief deutschen Rekord.
Nachdem Verena Vorspohl beim Pariser Halbmarathon den Vereinsrekord des USC Bochum um über vier Minuten auf 1:17:50 Stunden gesteigert hatte, folgte 13 Tage später beim 10-km-Straßenlauf in Münster eine weitere Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit über diese Distanz. Den von ihr gehaltenen Vereinsrekord übertraf sie um eine Minute und erzielte somit 35:51 Minuten.
Nachdem Peter Mäder von den Deutschen 10-km-Straßenlaufmeisterschaften in Uelzen mit einem sechsten Platz in 46:33 Minuten zurückgekehrt war, ging er drei Wochen später bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Frankfurt an den Start. Mit 1:46:08 Stunden konnte er sich als Achter in der Altersklasse M70 platzieren. Damit hatte er sich zweimal einen Platz auf dem „Treppchen“ bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften sichern können.
Nachdem das Training unserer Schüler*innen von unseren ehemaligen und noch aktiven Leichtathlet*innen Mayen Becker, Carina Keilmann und Rüdiger Engelmeyer übernommen worden ist, geht es mit der Entwicklung unseres Nachwuchses voran. So gab es bei den Westfälischen U 14-Hallenmeisterschaften in Paderborn einige hervorragende Leistungen und Platzierungen. Eine besondere Überraschung war die wesentliche Verbesserung im 60-m-Hürdenlauf durch die 13-jährige Lina Minzlaff, die sich in einem Feld von 24 Läuferinnen für das Finale qualifiziert hatte und dort in einer Hundertstelsekunde unterlag. Durch fleißiges Training und „zusätzliche Individual-Einheiten“ im Hürdenlauf — wie Rüdiger Engelmeyer es nennt – hatte sich Lina Minzlaff in einem Jahr von 12,83 auf 10,11 Sekunden verbessert. Am 4 x 100-m-Staffellauf waren 30 Mannschaften beteiligt. Die vier Mädchen des USC belegten gegen starke Konkurrenz einen beachtlichen sechsten Platz. Lina Minzlaff, Maja Muß, Marlene Funke und Marie Franz erreichten mit 55,90 Sekunden ein hervorragendes Ergebnis. Schnelle Zeiten über 60 m erzielten Marie Franz mit 8,63 und Lina Minzlaff mit 8,76 Sekunden. Im 800-m-Lauf der 12-jährigen Jungen steigerte sich Henri Sprenger als Vierter um fünf Sekunden auf 2:34,12 Minuten. Marlene Funke wurde über 800 m mit 2:36,02 Minuten Siebte. Leonard Stieber (M12) belegte im 60-m-Hürdenlauf mit 12,11 Sekunden den achten Platz.

Das USC-Laufteam meldet von ihrem Start in die Wettkampfsaison aus Paris und Leverkusen erfreuliche Erfolge, unter ihnen zwei Vereinsrekorde.

Verena Vorspohl nahm am Paris-Halbmarathon teil, der größten Laufveranstaltung Frankreichs mit über 48000 Teilnehmern, an der Spitze Weltklasseläufer. „Obwohl der gesamte Lauf einiges an Höhenmetern aufwies (circa 100), konnte ich mich sehr gut von anderen Mitläufern mitreißen lassen“. Und so unterbot Verena ihre bisherige persönliche Bestzeit von 1:22:06 Stunden um über vier Minuten, indem sie 1:17:50 Stunden erreichte. Der seit 2015 bestehende Vereinsrekord von 1:18:02 Stunden hat keinen Bestand mehr. Verena Vorspohl war zweitschnellste Deutsche und steht gegenwärtig auf Platz zwei in der Westfälischen Bestenliste.
Der zweite Vereinsrekord wurde beim Lauf „Rund um das Bayer-Kreuz“ in Leverkusen im Mannschafts-10-km-Lauf der Frauen mit 1:59:36 Stunden aufgestellt. Um dies Ziel zu erreichen, mussten alle drei Läuferinnen persönliche Bestzeiten erzielen: Merle Taube 39:37, Mara Stockhausen 39:52 und Kathrin Schulze 40:23 Minuten.

Weitere Ergebnisse über 10 km: Christina Endemann 48:13, Neele Heitmann 49:28, Felix Graewe 33:52 Minuten. Luis-Paul Heinz erreichte über 5 km mit 17:17 Minuten eine persönliche Bestzeit.
Nachdem Carina Keilmann vom USC Bochum sich bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften als Fünfte platziert hatte, konnte sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund wieder einen Platz auf dem „Treppchen“ erringen. Sie hatte sich bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften mit der persönlichen Bestleistung von 1,80 m qualifiziert. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften wurden einschließlich 1,75 m alle Höhen im ersten Versuch gemeistert, während die nach ihr Platzierten erst im zweiten oder dritten Sprung erfolgreich waren. Erfreulich neben diesem Erfolg, dass sich die Sprunghöhen Carinas bei 1,75 m stabilisiert haben.