Als einen Wettkampf mit „sehr sehr guter Stimmung und spannenden Entscheidungen sowie kuriosen Sprüngen“ charakterisiert USC-Trainer Wolfgang Mohr die Atmosphäre und den Ablauf des am 25. Mai auf dem Universitätssportplatz ausgetragenen Springertags. 24 Stabhochspringer*innen der LGO Dortmund und des USC Bochum hatten sich zum Wettkampf eingefunden, um Saison- oder persönliche Bestleistungen aufzustellen. Sehr stark waren vor allem die Leistungen der Männer und Frauen. Mit 5,21 m erreichte Hendrik Hohmann (LGO) auf der früher heimischen Anlage eine Saisonbestleistung. Zweiter wurde sein Clubkamerad Till Marburger mit 5,00 m, gefolgt von Luis Rist (USC), der mit 4,80 m eine persönliche Bestleistung aufstellte. Jan Ollech (USC) blieb nach 4,80 m im Zehnkampf mit 4,60 m unter seiner Saisonbestleistung. Stark waren die drei Dortmunder Frauen. Zwei, Regine Backenecker und Lea Laux, übersprangen 4,00 m. Paula Schulte im Walde wurde Dritte mit 3,90 m. Persönliche Bestleistungen erreichten die drei 16-jährigen Springer des USC: Clemens Thelen 3,20 m, Joshua Kuhn 3,10 m und Jakob Pfister 3,00 m. Weitere Ergebnisse der Bochumer: Albara Alkhalil (M15), 2,90 m; Niklas Köller (M14), 2,50 m (PB); Marla Korsch (W14), 2,10 m; Paul Grasse (M12), 2,10 (Foto unten).


Viele hatten ein langes Wochenende für Freizeitaktivitäten genutzt und auf die Teilnahme an den Kreismeisterschaften für Jugendliche und Kinder am Pfingstmontag verzichtet. Parallel dazu wurde auch noch der Springertag mit dem Stabhochsprung auf dem Universitätssportplatz ausgetragen. Da auf dem Leichtathletikplatz am Ruhrstadion Hürden fehlten, musste Christian Osenberg für Hin- und Rücktransport der Geräte vom Unisportplatz zu den Kreismeisterschaften sorgen. Da er in die Organisation beider Veranstaltungen eingebunden war, bedeutete dies eine kaum zumutbare Doppelbelastung.
Die Teilnehmer des USC gewannen acht Titel. Der 15-jährige Albara Alkhalil war dreimal erfolgreich: im 80-m-Hürdnlauf mit 13,63 s, über 100 m mit 13,04 s und im Hochsprung mit 1,47 m. Nils Osenberg (M14) siegte im 100-m-Lauf mit 14,32 s. Zweimal erfolgreich war Linda Sophia Drautz (W14), über 80-m-Hürden in 14,56 s und 100 m mit 14,33 s. Der 8‑jährige Jonathan Kormann war Bester seines Jahrgangs im Weitsprung mit 3,17 m und 50-m-Lauf in 8,54 s.
Obwohl sie keinen Titel gewannen, erzielten die vier 13-jährigen Mädchen des USC Zeiten, die zur Spitze in Westfalen gehören. Die 4 x 75-m-Staffel mit Lina Minzlaff, Marlene Funke, Alaa Ahakki und Marie Franz wurden Zweite hinter dem TV Wattenscheid mit 40,24 s. In der Bestenliste des FLVW stehen sie auf Platz 2. Alle erzielten Zeiten über 75 m unter 11 s. Marie Franz wurde Zweite mit 10,43 s. In der Westf. Bestenliste befindet sie sich auf Platz fünf.
Der USC erlebte beim diesjährigen Rhein‑Ruhr‑Marathon einen außergewöhnlich erfolgreichen Wettkampftag. Im Mittelpunkt stand der Sieg von Elias Kroll, der sich in hervorragenden 2:28:06 Stunden den Gesamtsieg sicherte. Ursprünglich war eine Zeit von 2:30 h geplant, doch am Ende stand sogar eine neue persönliche Bestzeit. Über die gesamte Strecke wurde Elias von zwei Vereinskollegen aus seiner Trainingsgruppe, Merle Taube und Bjarne Basner auf dem Fahrrad begleitet. Neben der Radbegleitung übernahmen sie auch die Verpflegung und unterstützten ihn so taktisch und mental optimal auf dem Weg zum Sieg.
Zunächst bildete sich eine Vierergruppe, die bis Kilometer 17 zusammenblieb. Anschließend lief Elias gemeinsam mit einem Konkurrenten bis Kilometer 25, bevor er sich absetzte und die restliche Strecke alleine an der Spitze absolvierte – stets flankiert von seinen beiden Radbegleitern. Dieser kontrollierte Sololauf brachte ihm schließlich den souveränen Sieg ein.
Auch in der Mannschaftswertung konnte der USC glänzen. In der Besetzung Julius – Thomas – Elias gewann das Team die Wertung mit einer Gesamtzeit von 8:16:08 Stunden.
Auch die weiteren USC‑Starter zeigten starke Leistungen. Julius Feldmann, Thomas Busch und Luis Heinz gingen gemeinsam ins Rennen und blieben bis Kilometer 27 zusammen. Sie lagen lange auf Kurs Sub 3 Stunden, bevor sie das Tempo erhöhten. Am Ende erreichte Thomas Busch in 2:53:03 Stunden den 20. Platz, dicht gefolgt von Julius Feldmann, der in 2:54:59 Stunden auf Platz 24 einlief. Luis Heinz kämpfte sich trotz deutlicher Magenprobleme ins Ziel und finishte in 3:12:33 Stunden auf Platz 82.
Auf der Halbmarathon‑Strecke belegte Kathrin Schulze in ihrer Altersklasse den 3. Platz und rundete damit den erfolgreichen Tag für den Verein ab. Begleitet wurde sie durch Felix Graeve.

Idyllisch auf Außenstehende wirkte das Bild des Universitätssportplatzes beim USC-Werfertag am 1. Mai. Der Anblick farbiger Zeltdächer unter wolkenlosen blauen Himmel ließ einen entspannten Tag im Grünen vermuten. Doch der Eindruck trog. Fast 500 Leichtathleten aus 31 Vereinen kämpften um gute Platzierungen und persönliche Bestleistungen. 1108 Startmeldungen bedeuten neuen Rekord für den USC. Die hervorragenden Wurfanlagen waren vor allem für Werfer aus Leverkusen, Dortmund und Wattenscheid interessant. Vom USC Bochum überraschte Michele Romano als Sieger der Männer im Kugelstoßen mit 14,39 m. Auf der Laufbahn überzeugten überwiegend die Frauen mit sehr guten Zeiten. Ein packendes Finish lieferten sich über 200 m Malin Bornemann vom TV Wattenscheid und Carina Keilmann vom USC, das mit 25,02 s zu 25,20 s für die noch Jugendliche Malin ausfiel. Carina gab ihr Debut über 400 m mit ausgezeichneten 56, 83 s. Das beste Laufergebnis erbrachte Verena Vorspohl über 3000 m. Mit 10:11,47 Minuten steht sie auf Platz 1 in Westfalen, auf Rang 7 in Deutschland. In hervorragender Verfassung befindet sich der 37-jähige Jan Busse, der 400 m mit 52,11 s gewann. Unter den vielen Jugendlichen und Kindern gab es herausragende Ergebnisse. Zwei Beispiele: Die 11-jährige Noemi Matip vom VfL Bochum sprang 4,52 m weit und erzielte über 50 m 7,47 s. Im 75-m-Lauf belegten drei 13-jährige Mädchen des USC die Plätze 1 bis 3. Marie Franz 1. mit 10,34 s, Platz 3 in Westf., Marlene Funke 2. mit 10,59 s, Lina Minzlaff 3. mit 10,77 s. Die Zuschauer dürften den Eindruck einer perfekten Veranstaltung erhalten haben, in der alles nach Plan verlief. 81 Kampfrichter und Helfer trugen hierzu unter der Regie des Organisators Christian Osenberg bei. Der Vorstand mit Annette und Michael Berkey, Jürgen Kroniger, Ulrich Schilling, Stefanie Basner und auch Alexander Apfeld mit den beiden Brüdern Lennart und Bjarne Basner war entscheidend an diesem Erfolg beteiligt.

Malin Bornemann und Carina Keilmann

Michele Romano

Verena Vorspohl

Jan Busse
Da beim vom SV Langendreer ausgerichteten Volkslauf den Altersklassen entsprechende Streckenlängen von 350 m bis 10 km ausgeschrieben sind, werden alle, wie es im Sinn eines Volkslaufs ist, von den Kleinsten bis zu den Senioren zur Teilnahme angeregt, so auch ganze Familien. Vom USC war z. B. Übungsleiter Robert Frielinghaus mit seiner Frau und den beiden kleinen Töchtern aktiv beteiligt
. Robert absolvierte 10 km mit 37:49 Minuten als Schnellster der Männerklasse. Seine Frau Kathrin gewann den 10-km-Lauf der Altersklasse W40, die 5‑jährige Ronja den Bambinilauf über 350 m in 2:04 Minuten. Ihre Schwester Merle, 7 Jahre, wurde Dritte mit 1:27 Minuten. Sogar der 3‑jährige Lars Aguilar Tüselmann absolvierte den Bambinilauf als Erster in 3:52 Minuten mit über zwei Minuten Vorsprung. Es war äußerst interessant, viele kleine Kinder zu beobachten, die ihren Lauf mit großem Eifer absolvierten. Einige waren mit einem zu hohen Tempo gestartet und mussten auf dem zweiten Teil der Strecke den unerwarteten Tribut zahlen. Sie hatten ihre ersten Erfahrungen gesammelt und wurden hoffentlich für zukünftige Läufe nicht entmutigt. Für die Teilnehmer des USC gab es einige Siege und viele gute Platzierungen:
1. Liselotte Bastek, W11, 1 km, 3:50 Minuten; 1. Kadri Tahiri, M55, 5 km Jedermann, 21:08 Min.; 1. Peter Mäder, M70, 10 km, 48:57 Min.; 2. Carla Hoff, W10, 1 km, 4:34 Min.; 2. Marlene Funke, W13, 1,5 km, 5:55 Min.; 2. Fritz Wenners, M10, 1 km, 4:08 Min.; 3. Anni Rast, W11, 1 km, 4:23 Min.; 3. Carla Schöbel, W10, 1 km, 4:36 Min.; 3. Lena Gobec, W13, 1,5 km, 6:09 Min.; 3. Henning Wenners, M10, 1 km, 4:30 Min.; Greta Bastek, W9, 1 km, 4:29 Min.
Bei den Westfälischen Langstreckenmeisterschaften in Arnsberg gewannen die Läufer*innen des USC Bochum zwei Titel im 10 000-m-Lauf. Kathrin Schulze siegte in der Altersklasse W30 mit 40:19,20 Minuten. Der seit diesem Jahr der Altersklasse M70 angehörende Peter Mäder passierte das Ziel nach 47:44,98 Minuten als Erster seiner Altersklasse. Kadri Tahiri belegte in der AK M55 mit 43:19 Minuten den vierten Platz.
Die Teilnahme am Internationalen Korschenbroicher Citylauf hatte sich für drei Läufer*innen des USC Bochum gelohnt. Im Feld im von international hochklassigen Teilnehmern konnten sich die Bochumer gut platzieren. Elias Kroll war im stark besetzten 10-km-Elitelauf mit 32:04 Minuten schnellster Deutscher, Felix Graeve folgte als Vierter mit 33:37 Minuten. Verena Vorspohl hatte sich für 5 km entschieden und belegte mit der persönlichen Bestzeit von 17:28 Minuten in dem international sehr starken Feld den sechsten Platz. Sie war damit drittbeste Deutsche. Alle drei wurden aufgrund ihrer hervorragenden Platzierungen zum Citylauf 2027 eingeladen. Als sehr motivierend empfanden die drei Bochumer die Anteilnahme der Bevölkerung, die für eine entlang der Strecke passende Stimmung sorgte.

Elias Kroll und Felix Graeve

Verena Vorspohl
Optimal vorbereitet nahmen Läuferinnen und Läufer des USC-Laufteams an Halbmarathonläufen in Venlo (Niederlande) und Berlin teil. So überrascht es nicht, dass sie sich zum Teil wesentlich verbesserten und sie alle persönliche Bestzeiten erzielten. Es gelang Elias Kroll, erstmals die 1:10 Stunde-Marke zu unterbieten und mit 1:08:55 Stunden einen neuen Vereinsrekord aufzustellen, der bisher von dem Deutschen Meister 2012 Jan Simon Hamann mit 1:09:12 Stunden gehalten wurde. Die beiden weiteren USC-Teilnehmer Stanislav Katanneck und Julian Sauer liefen nach 1:31:04 bzw. 1:35:00 Stunden durchs Ziel. Die Berliner Marathonstrecke ist als eine der schnellsten in der Welt bekannt. So gelang es Felix Graeve und Kathrin Schulze trotz schlechter Witterungsbedingungen hervorragende Zeiten zu erzielen. Die der Altersklasse W 30 angehörende Kathrin Schulze unterbot 1:30 Stunden und erzielte 1:28:31 Stunden. Für Felix Graeve wurden 1:13:16 Stunden gestoppt.
Eine Anmerkung: Amanal Petros lief deutschen Rekord.
Nachdem Verena Vorspohl beim Pariser Halbmarathon den Vereinsrekord des USC Bochum um über vier Minuten auf 1:17:50 Stunden gesteigert hatte, folgte 13 Tage später beim 10-km-Straßenlauf in Münster eine weitere Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit über diese Distanz. Den von ihr gehaltenen Vereinsrekord übertraf sie um eine Minute und erzielte somit 35:51 Minuten.
Nachdem Peter Mäder von den Deutschen 10-km-Straßenlaufmeisterschaften in Uelzen mit einem sechsten Platz in 46:33 Minuten zurückgekehrt war, ging er drei Wochen später bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Frankfurt an den Start. Mit 1:46:08 Stunden konnte er sich als Achter in der Altersklasse M70 platzieren. Damit hatte er sich zweimal einen Platz auf dem „Treppchen“ bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften sichern können.